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Die Entwicklung kleiner Sekundärgewässer in der Südpfalz im Hinblick auf Amphibienschutz und Biodiversität

Die Entwicklung kleiner Sekundärgewässer in der Südpfalz im Hinblick auf Amphibienschutz und Biodiversität
Ansprechpartner:

Prof. Dr. Horst Taraschewski

Projektbeschreibung

Der am nördlichen Bienwaldrand operierende „Storchenverein“  (Vorsitzender: H. Taraschewski) hat vor knapp 20 Jahren südlich der Dörfer Steinfeld und Kapsweyer in Waldrandnähe 15 Teiche angelegt, die anschließend sich selbst überlassen wurden. Vor 11 Jahren wurden sie das erste Mal im Rahmen einer Diplomarbeit und einer Staatsexamensarbeit wissenschaftlich untersucht und dann erneut 2012 durch drei Bachelor-Kandidaten. Insgesamt scheint es als sei die Biodiversität in den Gewässern bei den Evertebraten leicht rückläufig, was nun in weiteren Studien überprüft werden soll. Bei den Amphibien hat sich die Anzahl der Arten durch die Ankunft und Ausbreitung des Laubfroschs erhöht. Es deutet sich aber an, dass die Dichte der Laichballen von Gras- und Springfrosch abnimmt. Die Biodiversität wird in hohem Maße durch das Vorhandensein von (amerikanischen) Sonnenbarschen beeinflusst. In Teichen mit Sonnenbarschen  und geringer submerser Vegetation ist sie relativ gering. Bei starker Bodenverkrautung wurde dagegen eine hohe Biodiversität registriert, auch wenn Sonnenbarsche im Gewässer vorhanden waren.Die Untersuchung der Teiche soll im Rahmen von studentischen Arbeiten fortgeführt werden. Die Befunde und Einsichten sollen dem Amphibienschutz zugute kommen und insgesamt den Nutzen von sekundären, mit öffentlichen Mitteln angelegten Kleingewässern hinterfragen. Nach gängiger Praxis ist es leider so, dass nach der öffentlich geförderten Anlage eines „Biotops“ niemand die Entwicklung des Gewässers untersucht und es somit durchaus sein kann, dass sich ein solcher Teich zur Ablaichfalle für Amphibien entwickelt.

6 Teiche Grundstück (1995)